SRZP – Simulation & Reduktion von Zwangsmaßnahmen in der Psychiatrie AMRP – Algorithmische Methode der Regelanalyse in der Psychiatrie

Netzwerkdarstellung der Algorithmischen Methode der Regelanalyse in der Psychiatrie

Netze anzeigen:
Gerade aktiv:
Netz L füllt das Fenster. Werkzeuge und Details sind solange ausgeblendet.
Erster Start

Willkommen in der Netzwerkdarstellung der AMRP

Das Programm zeigt Regeln aus Interviews, Fokusgruppen und Szenenspielen als Netz: Jeder Pfeil steht für „wenn … dann …“. Zwei Auswertungen lassen sich nebeneinander vergleichen.

1Szene wählen
Unten für links und rechts je eine Auswertung aussuchen.
2Netz erkunden
Knoten anklicken: rechts erscheinen die Regeln im Wortlaut.
3Vergrößern
Mit ⤢ oder Taste M füllt ein Netz das ganze Fenster.

Hilfe

Begriffe erklärt

Kurze Erklärungen zu allem, was im Programm vorkommt. Die kleinen neben Begriffen führen direkt hierher.

Das Netz

Knoten

Ein Kasten im Netz. Er steht für eine Handlung, eine Situation oder einen Zustand, der in den Erhebungen vorkommt – zum Beispiel „Pageralarm ausgelöst“.

Pfeil (Kante)

Eine Verbindung von einem Knoten zu einem anderen. Sie bedeutet: Wenn das eine eintritt, folgt (laut mindestens einer Regel) das andere. Der Pfeil zeigt in Richtung der Folge.

Kantenzahl

Die Zahl an einem Pfeil: So viele Regeln belegen diese Verbindung. Eine hohe Zahl heißt, dass der Zusammenhang oft genannt wurde. Einschalten unter Werkzeuge → „Kantenzahlen zeigen“.

Regel

Eine Wenn-dann-Aussage aus einer Erhebung, z. B. „Wenn ein Alarm ausgelöst wird, dann kommt das Team zur Unterstützung“. Jede Regel hat einen Regelcode. In den Details rechts steht sie im Wortlaut.

Kontext

Die Umstände, unter denen eine Regel gilt (z. B. Ort, Tageszeit, Beteiligte). Steht in den Details unter der Regel.

Erhebungsform

Woher eine Regel stammt: Interview, Fokusgruppe, Szenenspiel usw. Sie steht an der zweiten Stelle des Regelcodes, z. B. S2-0.Fokusgruppe.RR.1669.1.

Widerspruch (NW)

Zwei Regeln mit derselben Voraussetzung, aber unterschiedlicher Folge: „Wenn A, dann B“ und „Wenn A, dann C“. Sie sind durchnummeriert (NW-1, NW-2 …). Ob es sie gibt, hängt davon ab, ob für die Auswertung eine Widerspruchs-Datenbank vorliegt.

Szene und Auswertung

Eine Szene ist eine Situation aus dem Projekt (z. B. S2-0). Eine Auswertung ist ein Ergebnis dazu, etwa von einem bestimmten Sprachmodell erstellt. Jede liegt als eigener Ordner im Szenen-Ordner; über das Menü → „Szenen auswählen“ wechseln.

Auswertung

Einflusswert

Zeigt, welche Knoten im Netz am stärksten erreicht werden. Dazu werden alle Wege von den Anfängen (Knoten ohne eingehende Pfeile) zu einem Knoten gezählt. Jeder Schritt schwächt einen Weg ab: Bei 0,3 zählt ein Weg über einen Pfeil 0,3, über zwei Pfeile 0,09 usw. Nahe und über viele Wege erreichbare Knoten bekommen so hohe Werte. Das Ergebnis ist exakt berechnet, ohne Zufall – gleiche Einstellungen ergeben immer dasselbe. Wegen der Kreisläufe muss die Abschwächung unter einer Grenze bleiben, die das Programm für jedes Netz anzeigt und einhält. Mit „ab gewähltem Knoten“ siehst du stattdessen, was ein einzelner Knoten auslöst.

Färbung

Färbt die Knoten nach einer Zahl oder Gruppe: wie viele Regeln hierher führen (blau), wie viele weiterführen (grün), Einflusswert (karminrot) oder häufigste Erhebungsform (je Form eine Farbe). Je kräftiger die Farbe, desto höher der Wert. Die Legende unten links im Netz zeigt die Spanne.

Widersprüche: hin und weg

Mit eingeschalteten Widersprüchen bekommen betroffene Knoten farbige Ringe (eine Farbe je Widerspruch), die beteiligten Pfeile werden farbig aufgefächert. „hin“ zeigt nur, was zu einem Widerspruch hinführt, „weg“ nur, was von ihm wegführt, „nur NW“ nur die Knoten mit Widerspruch.

Kette

Ein Weg in Pfeilrichtung von einem Anfang (ohne eingehende Pfeile) bis zu einem Ende (ohne ausgehende Pfeile). Eine Kreisgruppe zählt darin als ein Schritt, sonst gäbe es unendlich viele Ketten. Die Ketten werden gezählt; aufgeführt ist je Anfang und Ende die längste. „Varianten“ sagt, wie viele verschiedene Wege es zwischen diesem Anfang und diesem Ende gibt.

Kreisgruppe und Kreislauf

Ein Kreislauf ist ein Weg, der zu seinem Anfang zurückführt (A → B → C → A). Eine Kreisgruppe sind alle Knoten, die über Kreisläufe miteinander verbunden sind: Von jedem kommt man zu jedem. Als Fläche hervorgehoben sieht man, welche Teile des Geschehens sich gegenseitig aufrechterhalten.

Erreichbarkeit

Nach Wahl von „nachgelagert“ bleibt beim Anklicken eines Knotens nur, was von ihm aus in Pfeilrichtung erreichbar ist – also was er (über beliebig viele Schritte) nach sich ziehen kann. „vorgelagert“ zeigt, was zu ihm hinführt, „beides“ beides zusammen.

Entsprechung

Zwei Knoten in L und R entsprechen sich, wenn dieselbe Regel (gleicher Regelcode) an derselben Stelle steht – also beide im Wenn-Teil oder beide im Dann-Teil. Die Zahl am gestrichelten Rahmen nennt die gemeinsamen Regeln. Stammen L und R aus verschiedenen Datengrundlagen, müssen nicht alle Codes übereinstimmen; fehlende Entsprechungen sind dann kein Fehler.

Anordnung

Wie die Knoten auf der Fläche liegen. Deine eigene Anordnung (auch verschobene Knoten) wird gespeichert. Die anderen Anordnungen sind Ansichten: „Ebenen“ legt die Anfänge nach links und jeden Schritt eine Spalte weiter nach rechts; „Ringe“ legt Knoten mit hohem Einflusswert in die Mitte; „Gruppen“ und „Dreieck“ ordnen nach Erhebungsform – im Dreieck liegt ein Knoten umso näher an einer Ecke, je mehr seiner Regeln aus dieser Form stammen. Mit „Als eigene übernehmen“ behältst du eine Ansicht. „Magnetisch“ lässt beim Ziehen die direkten Nachbarn mitwandern.

Chat mit Claude

Chat

Rechts im Reiter „Chat“ (oder oben „Chat“) sprichst du mit Claude über die Netze. Claude bekommt dazu einen Netzausschnitt mit den Regeln im Wortlaut. Antworten erscheinen nach und nach; „Abbrechen“ stoppt sie. Unter jeder Antwort: Vorlesen und Kopieren. „Word“ und „JSON“ speichern das Gespräch im Ordner exporte/, „Laden“ öffnet ein gespeichertes Gespräch wieder (aus .json oder einer hier erzeugten Word-Datei).

API-Schlüssel

Der Chat nutzt die Anthropic-API und braucht dafür einen eigenen Schlüssel (Claude Console → API Keys). Der Schlüssel bleibt auf diesem Rechner. Ohne Haken bei „in .env speichern“ gilt er nur, bis das Programm beendet wird. Mit Haken steht er als Klartext in der Datei .env im Programmordner – diese Datei nie weitergeben. Auch die Umgebungsvariable ANTHROPIC_API_KEY wird erkannt. Die Nutzung kostet Geld nach Anthropic-Preisliste; unten im Chat steht, wie viele Token das Gespräch verbraucht hat.

Modell

Die Liste kommt direkt von der Anthropic-API und zeigt alle Claude-Modelle, die dein Schlüssel nutzen kann – nach Familien geordnet (Fable, Mythos, Opus, Sonnet, Haiku), neueste zuerst. „läuft aus“ heißt: Das Modell wird abgeschaltet und sollte nicht mehr neu genutzt werden. Grob: Fable für schwierigste Analysen, Opus für gründliche Arbeit, Sonnet als gute Mischung aus Tempo und Qualität, Haiku für schnelle, einfache Fragen.

Aufwand

Wie gründlich Claude arbeitet (low, medium, high, xhigh, max). Mehr Aufwand heißt mehr Nachdenken, längere Wartezeit und höhere Kosten. „Standard des Modells“ nimmt die Voreinstellung des Modells. Angeboten werden nur Stufen, die das gewählte Modell kann.

Denken

Viele Modelle denken vor der Antwort nach. „Adaptiv“: Claude entscheidet selbst, wie viel. „Aus“: kein Nachdenken (nur bei manchen Modellen und nicht bei Aufwand xhigh/max). „Mit festem Budget“: ältere Modelle denken mit einer festen Höchstmenge. Mit „Denkzusammenfassung zeigen“ erscheint über der Antwort eine aufklappbare Zusammenfassung des Gedankengangs.

Netzausschnitt

Was Claude vom Netz erfährt: nichts, den gewählten Knoten mit seinen direkten Nachbarn, den sichtbaren Teil (alles, was gerade nicht blass oder ausgeblendet ist) oder das ganze Netz – aus L, R oder beiden. Die Zahl darunter schätzt die Größe in Token. Der Ausschnitt wird mit deiner nächsten Nachricht geschickt, aber nur, wenn er sich seit dem letzten Mal geändert hat. Knoten bekommen Kurzzeichen wie L12; Claude nennt sie in seinen Antworten.

Claude-Sicht

Ist der Schalter an, darf Claude die Ansicht steuern: Knoten in elf Farben markieren (rot, blau, grün, orange, lila, gelb, türkis, pink, braun, grau, schwarz), nur bestimmte Knoten zeigen, hinzoomen, färben und anordnen. Unter Claudes Antwort steht, was geändert wurde; oben in „Gerade aktiv“ lässt es sich mit × wieder aufheben. Deine eigene Anordnung bleibt immer gespeichert.

Filter nach Erhebungsform

Unter Werkzeuge → Filtern: Mit Haken bei einer oder mehreren Erhebungsformen bleiben nur Knoten deutlich, an denen mindestens eine Regel aus diesen Formen hängt. Die anderen werden blass oder ausgeblendet.

Pfeil anklicken

Ein Klick auf einen Pfeil zeigt rechts, welche Regeln ihn belegen – im Wortlaut, mit Kontext, Erhebungsform und Code. Regeln, die an einem Widerspruch beteiligt sind, sind gekennzeichnet.

Bedienung

Suche

Sucht in beiden Netzen gleichzeitig: in den Knotentexten, in den Regelformulierungen (Wenn- und Dann-Teil), in den Kontexten und in den Regelcodes. Mehrere Wörter müssen alle vorkommen; eine „Wortgruppe in Anführungszeichen“ wird genau so gesucht. Groß- und Kleinschreibung spielt keine Rolle. Treffer werden gelb umrandet. Enter passt die Treffer ins Bild ein, ein Klick in der Liste springt zu einem Treffer.

Einstellungen gelten für L, R oder beide

Ganz oben in den Werkzeugen: Bei „beide Netze“ wirken Färbung, Einflusswert, Hervorheben, Erreichbarkeit und Anordnung auf L und R gleichzeitig – gut zum Vergleichen. Bei „nur L“ oder „nur R“ lässt sich jedes Netz einzeln einstellen.

Filtern: blass oder ausgeblendet

Sobald gesucht oder gefiltert wird, treten die nicht passenden Knoten zurück. Unter Werkzeuge → „Filtern“ legst du fest, ob sie blass bleiben (Zusammenhang bleibt erkennbar) oder ganz ausgeblendet werden. Was gerade wirkt, steht oben in der Leiste „Gerade aktiv“; dort lässt sich alles mit einem Klick zurücksetzen.

Übersichtskarte

Das kleine Bild unten rechts im Netz zeigt das ganze Netz verkleinert. Der kupferfarbene Rahmen ist der gerade sichtbare Ausschnitt. Klicken oder Ziehen in der Karte verschiebt den Ausschnitt. Suchtreffer erscheinen dort gelb – so findest du sie auch in großen Netzen.

Maximieren

Der oberste Knopf rechts im Netz (oder Taste M) lässt ein Netz das ganze Fenster füllen. Esc verkleinert wieder. Die Trennlinie zwischen den Netzen lässt sich ziehen; Doppelklick macht beide gleich groß.

Tastenkürzel

Strg + F oder /Suche
Enter (in der Suche)Treffer einpassen
MGewähltes Netz maximieren bzw. verkleinern
EscVerkleinern, Auswahl aufheben, Suche schließen, Dialog schließen
AGanzes Netz zeigen
?Diese Hilfe
Strg + + / − / 0Schrift größer, kleiner, Standard
F11Vollbild

Ab Stufe 5 lassen sich alle Kürzel im Menü ändern.

Über das Programm

Netzwerkdarstellung der AMRP

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Verwendet Cytoscape.js und cytoscape-fcose (MIT-Lizenz) sowie die Schriften Source Serif 4, Source Sans 3 und Source Code Pro (SIL Open Font License). Lizenztexte: static/vendor/lizenzen/.

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